10. April 2018

Geschäftsjahr 2017 der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien

Sparkassenvorstände Michael Bräuer (links) und Frank Hensel vor der Hauptgeschäftsstelle in Zittau

Sparkasse behauptet sich in herausforderndem Niedrigzins- und Regulatorik-Umfeld

„Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien konnte auch im Geschäftsjahr 2017 wieder beweisen, dass sie betriebswirtschaftlich und im Wettbewerb gut aufgestellt ist“, fasst Michael Bräuer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, das vergangene Geschäftsjahr zusammen. Der Jahresüberschuss entspricht mit 4,4 Mio. Euro nahezu dem Vorjahreswert. Der befürchtete Rückgang konnte durch konsequentes Gegensteuern abermals verhindert werden. So konnten die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, einschließlich Sach- und Personalaufwand, mit insgesamt 43,5 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (43,3 Mio. Euro) gehalten werden. Dieses Ergebnis spiegelt das gute Kostenmanagement der Sparkasse wider. Ob das auch in den nächsten Jahren gelingen wird, bleibt abzuwarten.

Weiterhin starke Nachfrage nach Darlehen und Wertpapieren

Die Bilanzsumme der Sparkasse stieg gegenüber dem Vorjahr um rund acht Prozent auf mehr als 3,4 Milliarden Euro. Haupttreiber dafür ist nach wie vor der anhaltende Zuwachs an Kundeneinlagen. Diese stiegen ungeachtet des momentanen Nullzinsniveaus um 162 Mio. Euro auf knapp über 3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von 88,4 Prozent. „Wir sehen darin einen großen Vertrauensbeweis unserer Kunden gegenüber dem Geschäftsmodell der Sparkasse und der guten Arbeit unserer Berater“, betont Frank Hensel, Vorstandsmitglied der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien.

Der Kundenwertpapierbestand wuchs erneut um elf Prozent und entwickelt sich nachhaltig positiv. „Da die Zinsen bei klassischen Sparanlagen weiterhin gegen Null tendieren, greifen unsere Kunden auf der Suche nach angemessenen Renditen weiter vermehrt auf Wertpapiere als Anlage zurück. Sie schätzen dabei unsere vollumfängliche individuelle Beratung“, resümiert Frank Hensel.

Die Sparkasse sagte im Berichtsjahr neue Darlehen in Höhe von 189,3 Mio. Euro zu, welche überwiegend von Unternehmen und Selbstständigen (58,9 %) in Anspruch genommen wurden. An private Kreditnehmer entfielen 29,6 Prozent vorrangig in Form von Wohnungsbaukrediten. „Insbesondere in den Förderkreditprogrammen für energieeffizientes Bauen und Sanieren sowie für Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur war die Sparkasse mit großem Abstand regionaler Marktführer. Dafür wurden wir kürzlich auch von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) als „Premium-Partner Förderberatung“ ausgezeichnet“, so Frank Hensel.

Digital(er) werden – Sparkasse bleiben

Die Digitalisierung verändert das Kundenverhalten und bringt neue Wettbewerber im Finanzsektor hervor. Um diesem Trend gerecht zu werden, baut die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien auch neue Angebote und Vertriebswege auf. Dazu gehören neben Investitionen in die Geschäftsstelle der Zukunft, in der der Kunde aktiv in die Beratung einbezogen wird, auch technische Neuerungen wie bequemere Bezahlalternativen und neue Möglichkeiten der Kundenberatung.

Im Juli 2017 ging die verbesserte Online-Filiale an den Start. Mittlerweile werden über 10.300 Kunden mit einem Einlagevolumen von gut 50 Mio. Euro komplett online betreut. Zahlreiche Services und Produkte der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien können bequem und vor allem sicher online genutzt und abgeschlossen werden. „Wir bieten unseren Kunden auf diesem Weg eine weitere Möglichkeit, mit uns in Kontakt zu treten – und zwar wann und wo sie wollen“, fasst Michael Bräuer zusammen.

Aber auch die persönliche Beratung hat für die Sparkasse weiterhin einen hohen Stellenwert. Aus diesem Grund werden den Kunden individuelle Beratungen von Montag bis Freitag in der Zeit von 7:00 Uhr bis 20:00 Uhr, auf Wunsch auch am Samstag, angeboten.

Regulierung verringert zunehmend geschäftspolitische Spielräume

„Nach wie vor steht die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien finanziell auf einem soliden Fundament. Das verdanken wir dem konservativen Wirtschaften in der Vergangenheit, denn zur Erfüllung der massiven Regulierungsvorschriften wird ständig mehr Eigenkapital benötigt, ohne dass sich materiell in der Sparkasse etwas geändert hat. Durch die in kurzer Zeit deutlich steigenden Eigenkapitalanforderungen der Aufsicht verengen sich die geschäftspolitischen Spielräume. Die Stärkung des Eigenkapitals kann jedoch grundsätzlich nur aus laufenden Gewinnen der Geschäftstätigkeit erfolgen“, fasst Michael Bräuer die gegenwärtige Situation zusammen.

Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien ist zudem bestrebt, ihre Kunden vor den Auswirkungen der EZB-Zinspolitik zu schützen. Dies wird aber von Jahr zu Jahr schwieriger.

Starkes Engagement für die Region

Neben der Stärkung der Reserven erfolgt auch wieder eine Ausschüttung an den Träger der Sparkasse in Vorjahreshöhe, wenn die Zweckverbandsversammlung der Sparkasse dies im Sommer beschließt. 2017 hat die Sparkasse außerdem 13,4 Millionen Euro an Steuern im Landkreis Görlitz gezahlt.

Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien förderte im vergangenen Jahr 368 Vereine und Institutionen sowie Initiativen und Projekte im Landkreis Görlitz mit insgesamt 1,32 Mio. Euro. Die Stiftung der Sparkasse unterstützte weitere 48 Projekte und beteiligte sich an einem regionalen Projekt der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.


Zahlenspiegel der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien

  2017

 (vorläufig)

2016 Veränderung in %
Bilanzsumme 3.479 3.234 +7,6
Jahresüberschuss 4,4 4,5 -2,2
Kundeneinlagen 3.017 2.855 +5,7
Kundenwertpapiere 323,5 291,2 +11,1
Kreditneugeschäft 189,3 138,7 +36,5
Kreditbestand 806 775 +4,0
Beschäftigte inkl. Auszubildende 514 533 -3,6
Filialen 37+1 mobile Fil. 37+1 mobile Fil. o. Ä.
Geldautomaten 53 53 o. Ä.
Angaben (außer Beschäftigte, Filialen und Geldautomaten) in Mio. Euro

Alle Zahlen und Fakten finden Sie auch nochmal in unserer Nutzenbilanz sowie in unserem Geschäftsbericht.

10. April 2018

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