8. Juni 2020

Der Euro strahlt

In dieser Woche lief es mal richtig gut für das alte Europa. Während US-Präsident Trump mit erheblichen innenpolitischen Problemen zu kämpfen hat, erlebte der Euro ein Comeback gegenüber dem US-Dollar und wertete erkennbar um über 2 Cent auf 1,13 US-Dollar je Euro auf.

Die Marktimpulse für Europa kamen aus der Politik. So zeichnet sich ein Kompromiss für den Wiederaufbaufonds der Europäischen Union ab. Die deutsche Bundesregierung verkündete ein Konjunkturprogramm im Volumen von 130 Mrd. Euro. Das Corona-bedingt aufgelegte Anleiheankaufprogramm (PEPP) wurde auf der Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag erwartungsgemäß ausgeweitet (+600 Mrd. Euro) und verlängert (mind. Juni 2021). Es fließt wieder mehr Kapital nach Europa, sodass die Aktienmärkte hier mit einem deutlichen Plus in der abgelaufenen Woche die US-Börsen klar hinter sich ließen.

US-Notenbank mit sich im Reinen

Gleich zum Wochenstart werden wir vom Statistischen Bundesamt erfahren, was unübersehbar ist. Die deutsche Industrie leidet erheblich unter der Corona-Krise. Die Industrieproduktion dürfte im April weiter um ein Fünftel gegenüber dem Vormonat abgesackt sein. Da hilft nur der Blick nach vorn. In der sentix-Umfrage wird sich die Stimmungsaufhellung etwas fortsetzen. Die konjunkturelle Erholung ist fest eingeplant. Die amerikanische Notenbank Fed wird sich am Mittwoch auf ihrer Sitzung wohl recht zufrieden zeigen, mit ihren bisherigen Maßnahmen die Funktionsweise der Kapitalmärkte gewährleistet zu haben.

Frankfurt, 5. Juni 2020

8. Juni 2020

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