31. März 2017

Geschäftsjahr 2016 – Solide Sparkasse in schwierigem Umfeld

„Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien konnte das Geschäftsjahr 2016 mit einem erfreulichen Ergebnis abschließen und ihre Stellung als Marktführer behaupten“, fasst Michael Bräuer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, das vergangene Geschäftsjahr zusammen. Der Jahresüberschuss entspricht mit 4,5 Mio. Euro dem Vorjahreswert. Dies ist aufgrund der anhaltenden Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank ein Erfolg. Jedoch ist davon auszugehen, dass das Ergebnis in den nächsten Jahren sinken wird.

Positive Entwicklung im Kundengeschäft

Begleitet von einer durchaus guten wirtschaftlichen Entwicklung im Landkreis Görlitz stieg die Bilanzsumme der Sparkasse gegenüber dem Vorjahr um rund fünf Prozent auf mehr als 3,2 Milliarden Euro. Haupttreiber dafür ist nach wie vor der anhaltende Zuwachs an Kundeneinlagen.

Auch im Wertpapiergeschäft verlief die Entwicklung erneut positiv. „Die Zinsentwicklung führte dazu, dass Kunden vermehrt auf Wertpapiere als Anlage zurückgriffen. Der Kundenwertpapierbestand wuchs um 15 Prozent an. Unsere Kunden schätzen dabei unsere vollumfängliche individuelle Beratung“, resümiert Frank Hensel, Vorstandsmitglied der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien.

Die Sparkasse sagte im Berichtsjahr neue Darlehen in Höhe von 138,7 Mio. Euro zu, welche überwiegend von Unternehmen und Selbstständigen (56,2 %) in Anspruch genommen wurde. An private Kreditnehmer entfielen 41,6 Prozent vorrangig in Form von Wohnungsbaukrediten. „Der Bestand an Krediten ist zwar leicht gewachsen, aber in diesem Geschäftsfeld haben wir noch Potenziale“, so Frank Hensel.

Immobiliencenter bündelt Service rund um den Wohnungsbau

Das private und gewerbliche Kreditgeschäft der Sparkasse soll weiter ausgebaut werden. So wird insbesondere die Baufinanzierungs-Beratung intensiviert. Seit Jahrzehnten betreut und berät die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien ihre Kunden beim Bau, der Modernisierung bzw. Werterhaltung von Immobilien oder unterstützt sie beim Kauf oder Verkauf mit einem starken Vermittlerteam. Seit Januar 2017 werden diese umfangreichen Aufgaben im neuen ImmobilienCenter gebündelt.

Megatrend Digitalisierung

Die Digitalisierung verändert das Kundenverhalten und bringt neue Wettbewerber im Finanzsektor hervor. Auf diesen Trend wird sich die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien einstellen und ihr Angebot weiter ausbauen.

Die 2016 neu gegründete Online-Filiale hat sich bewährt und wird von den Kunden sehr gut angenommen. Zahlreiche Services und Produkte der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien können bequem und vor allem sicher online genutzt und abgeschlossen werden. Mitte des Jahres erscheint eine weiter verbesserte Version der Internetfiliale. „Wir haben für unsere Kunden eine zusätzliche Möglichkeit geschaffen, mit uns in Kontakt zu treten – und zwar wann und wo sie wollen“, fasst Frank Hensel zusammen.

Dazu trägt auch die Sparkassen-App bei, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Die neueste Funktion innerhalb der App heißt „kwitt“. Sie ermöglicht das schnelle und einfache Senden von Beträgen bis zu 30 EUR per Smartphone an Freunde, Bekannte oder Kollegen nur mit Kenntnis der Telefonnummer.

Einkaufen im Internet ist Vertrauenssache. Mit paydirekt steht den Kunden seit dem vergangenen Jahr ein neues und sicheres Online-Bezahlverfahren zur Verfügung. Die Wachstumsraten sind erfreulich.

Aber auch die persönliche Beratung hat für die Sparkasse eine hohe Priorität. Aus diesem Grund werden den Kunden individuelle Beratungen von Montag bis Freitag in der Zeit von 7:00 Uhr bis 20:00 Uhr angeboten. Auch eine Beratung am Samstag ist auf Wunsch möglich.

Schwieriges Umfeld

Auch wenn die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres dies auf den ersten Blick nicht vermuten lassen, befindet sich die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien nach wie vor in einem herausfordernden Umfeld. „Das künstliche Niedrighalten des Zinsniveaus durch die Europäische Zentralbank zugunsten staatlicher Haushalte zerstört schleichend unser Wirtschaftssystem“, schätzt Michael Bräuer ein. Dadurch ist der Erhalt des Vermögens der Sparer bedroht.

Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien tut alles, um ihre Kunden vor den Auswirkungen der Negativzinsen zu schützen. Dies wird aber von Jahr zu Jahr schwieriger. Darum sind Preisanpassungen unvermeidlich.


Starkes Engagement für die Region

Neben der Stärkung der Reserven erfolgt auch wieder eine Ausschüttung an den Träger der Sparkasse in Vorjahreshöhe, wenn die Zweckverbandsversammlung der Sparkasse dies im Sommer beschließt. 2016 hat die Sparkasse außerdem fast 14 Millionen Euro an Steuern im Landkreis Görlitz gezahlt.

Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien förderte im vergangenen Jahr 421 Vereine und Institutionen sowie Initiativen und Projekte im Landkreis Görlitz mit insgesamt 1,24 Mio. Euro. Die Stiftung der Sparkasse unterstützte weitere 39 Projekte und beteiligte sich an einem regionalen Projekt der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.

 

Einen Überblick über den Zahlenspiegel der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien erhalten Sie hier.

31. März 2017

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