30. März 2021

Geschäftsjahr 2020 der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien – stark und zuverlässig im Pandemiejahr

Presse

Das zufriedenstellende Ergebnis im Jahr 2020 lässt den Vorstand der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien trotz der weiterhin andauernden Herausforderungen zuversichtlich, aber nicht ohne Sorge, in die Zukunft blicken.

  • Anstieg der Bilanzsumme auf rund 4,2 Mrd. Euro
  • Einlagenwachstum um weitere 7,8 %
  • Dynamischer Anstieg des Kreditneugeschäfts um 19,1 %
  • die Mitarbeiter bewiesen eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit
  • Jahresüberschuss um 14 % gesunken

Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien erzielte im Jahr 2020 angesichts der besonderen Situation durch die Corona-Pandemie und immer anspruchsvoller werdenden Rahmenbedingungen in der Kreditwirtschaft ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis. Sowohl bei den Kundeneinlagen als auch bei den Kundenkrediten ist ein hohes Wachstum zu verzeichnen. Mit der Ausweitung der Kreditvergabe an Unternehmen, Selbstständige und auch Privatpersonen leistete die Sparkasse einen entscheidenden Beitrag dazu, dass die finanziellen Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie in großen Teilen aufgefangen werden konnten. Allein durch Ratenaussetzungen wurden gewerbliche Kunden im vergangenen Jahr um insgesamt 4,8 Mio. EUR entlastet. Mittel von KfW und Landesförderinstituten wurden durch die Sparkasse zügig an ihre Kunden weitergeleitet.

Michael Bräuer, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien: „Der Ausnahmezustand der letzten Monate hat gezeigt, wie wichtig es ist, sich auf seinen Finanzpartner verlassen zu können. Alle Filialen waren trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie geöffnet, unsere Berater waren persönlich, digital und telefonisch durchweg erreichbar. Die Bargeldversorgung war jederzeit gesichert und die Zahlungssysteme liefen reibungslos. Es konnte vielen Unternehmen in dieser schweren Zeit geholfen werden. Die Nähe zu unseren Kunden und deren Wunsch nach Stabilität sowie Zuversicht haben wir selten so deutlich gespürt wie im Jahr 2020.“

Frank Hensel, Mitglied des Vorstandes fügt weiter an: „Ich danke unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie bewiesen einmal mehr eindrucksvoll, dass sie sich in kürzester Zeit mit enormer Flexibilität und Zuverlässigkeit auf besondere Herausforderungen einstellen können. Unter diesen Voraussetzungen konnten wir für unsere Kunden da sein und ein stabiles Ergebnis erzielen.“

Das Geschäftsjahr 2020 in Zahlen

Die Bilanzsumme stieg deutlich um 7,3 % auf über 4,2 Mrd. Euro. Wesentlicher Treiber für diese Entwicklung ist das starke Wachstum der Kundeneinlagen um 263 Mio. EUR. Dies unterstreicht erneut das große Vertrauen, dass die Kunden in ihre Sparkasse haben. Kehrseite der Medaille: Angesichts der seit Jahren andauernden Negativzinspolitik der EZB erweist sich das Einlagenwachstum inzwischen als komplexe Aufgabe für die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, diese Gelder überhaupt noch wirtschaftlich anlegen zu können, denn der stetige Zufluss an Kundengeldern übersteigt die Kreditnachfrage bei weitem. Im Ergebnis dieser Entwicklung sank der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 14 % auf 3,4 Mio. EUR.

Der Bestand an Kundenkrediten wuchs um 77 Mio. Euro auf 1,1 Mrd. Euro. Im Berichtsjahr wurden neue Darlehen in Höhe von 301,3 Mio. Euro zugesagt. Der größte Teil der Darlehenszusagen entfiel mit 61 % auf Unternehmen und Selbständige. Das Neugeschäft bei privaten Wohnungsbaukrediten stieg auf den Rekordwert von 89,1 Mio. Euro. Gegenüber dem bisherigen Ergebnis aus dem Jahr 2019 ist dies noch einmal ein deutliches Plus von 20,4 Mio. Euro oder 29,7 %. „Das Interesse an den eigenen vier Wänden steigt zunehmend. Ob klassisches Einfamilienhaus oder Eigentumswohnung, wir haben für unsere Kunden ein großes regionales Portfolio in petto,“ so Frank Hensel.

Alternative Anlagemöglichkeiten

Das Interesse unserer Kunden an Wertpapieren stieg den vergangen Jahren stetig an. Der Anstieg um 8,4% macht dies deutlich. „Unsere Kunden setzten auf Wertpapiere, als renditeträchtige Anlagealternative in Zeiten des Niedrigzinsniveaus“, berichtet Frank Hensel. „Unsere gut ausgebildeten und erfahrenen Beraterinnen und Berater liefern das nötige Know-how, um langfristig von der Entwicklung der Märkte zu profitieren. Das ausgewählte Produktportfolio beinhaltet übrigens auch zunehmend nachhaltige Anlagemöglichkeiten.“

Onlineaffinität steigt

„Die Zahl onlineaffiner Kunden stieg im vergangen Jahr an. Viele unserer Kunden stehen den digitalen Service inzwischen offen gegenüber. Sie nehmen sogar einen Teil ihrer Vermögensverwaltung selbst in die Hand“, so Michael Bräuer. Die digitale Vermögensverwaltung Bevestor macht dies möglich. „Corona hat die Digitalisierung mit einer rasenden Geschwindigkeit auf die Straße gebracht. Das merken besonders wir als Sparkasse inmitten des Dreiländerecks. Ich persönlich sehe in dieser Entwicklung viele Chancen für eine erfolgreiche Zukunft.“

Kontaktloses Bezahlen deutlich gesteigert

Sichtbar wird der digitale Trend damit, dass vor allem die kontaktlosen Zahlungen überdurchschnittlich zugelegt haben. Im Dezember 2020 wurden 73,1% der Girocard-Zahlungen kontaktlos getätigt. Dazu zählen kontaktlose Zahlungen mit physischer Karte und der digitalen Girocard im Smartphone. Die Zahlungen mit der App „Mobiles Bezahlen“ oder per Apple Pay haben sich dabei innerhalb eines Jahres mehr als vervierfacht.

„Außerdem sind wir mit unserer neuen Sparkassen-Card Debit Mastercard, die wir seit November 2020 anbieten, ein Vorreiter in unserer Branche. Diese Kombi-Karte vereint die Vorteile einer klassischen Girocard mit denen einer Mastercard. Unsere Kunden können damit weltweit und auch online sicher bezahlen,“ berichtet Michael Bräuer stolz.

Modernisierung der Filialen

Neben der Digitalisierung setzt die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien auch weiterhin auf die persönliche Beratung in den Filialen. Mit der Investition in die umfassende Modernisierung, welche bis 2025 kontinuierlich fortgeführt wird, bekennt sich die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien zur Präsenz vor Ort. Im Geschäftsjahr 2020 wurden die Filialen Bernstadt, Ostritz, Krauschwitz, Boxberg und Rothenburg fertiggestellt. In Boxberg wurde zudem eine Photovoltaikanlage installiert.

Für alle Menschen im Dreiländereck

Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien förderte rund 350 Vereine und Institutionen sowie Initiativen und Projekte im Dreiländereck mit 1,2 Mio. Euro. Auch die Stiftung der Sparkasse unterstützte weitere 40 Projekte und beteiligte sich an drei regionalen Projekten der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien zahlte 12 Mio. EUR Steuern.

Ausblick

Das erste Quartal des Jahres 2021 ist weiterhin von der anhaltenden Corona-Situation und den damit verbundenen Herausforderungen geprägt. Dennoch blickt die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien zuversichtlich in die Zukunft. Sie steht ihren Kunden auch weiterhin zur Seite und geht mit ihnen gemeinsam vertrauensvoll durch diese schwierigen Zeiten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen trotz der besonderen Umstände durch die Abstands- und Hygieneregeln, Arbeitsplatzteilungen oder der Umstellung auf das mobile Arbeiten ein hohes Engagement. Mit der stetigen Weiterentwicklung der digitalen Möglichkeiten in der Kundenberatung sieht sich die Sparkasse bestens gewappnet, um ihre Kunden in der aktuellen Situation vollumfassend zu betreuen. „Unsere Aufgabe in der Zukunft wird es sein, eine gute Balance aus persönlichen und digitalen Formaten im Service und in der Beratung zu finden,“ fasst Michael Bräuer zusammen.

Für weitere Informationen oder Fragen:

Bettina Richter-Kästner, Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien,

Frauenstraße 21, 02763 Zittau, Telefon 03583 603 – 5421, presse@spk-on.de

Zahlenspiegel der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien

 

2020

(vorläufig)

2019

 

Veränderung

in %

Bilanzsumme 4.168 3.884 + 7,3
Jahresüberschuss 3,4 4,0 – 14,0
Kundeneinlagen 3.624 3.361 + 7,8
Kundenwertpapiere 424 391 + 8,4
Kreditneugeschäft 301 253 +19,1
Kreditbestand 1.110 1.033 +7,4
Beschäftigte inkl. Auszubildende 467 480 -2,7
Filialen 31+1 mobile Fil. 31+1 mobile Fil.
Geldautomaten 51 52
Angaben (außer Beschäftigte, Filialen und Geldautomaten) in Mio. Euro
Quelle Stat. Landesamt 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Bevölkerung im LK GR 260.188 258.337 256.587 254.894 253.201 251.420

 

30. März 2021

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