11. April 2019

Geschäftsjahr 2018 der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien

Vorstandsvorsitzender Michael Bräuer und Vorstandsmitglied Frank Hensel (v.l.) vor der Hauptgeschäftsstelle in Zittau

Geschäftsjahr 2018 der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien – positive Entwicklung im Einlagen- und Kreditgeschäft trotz herausfordernden Niedrigzinsniveaus

„Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien ist trotz des herausfordernden Niedrigzinsniveaus solide aufgestellt. Besonders erfreulich ist die weiter gestiegene Kreditnachfrage“, fasst Michael Bräuer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, das vergangene Geschäftsjahr zusammen. Der Jahresüberschuss ist mit 4,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

Überdurchschnittlich gestiegene Einlagen und Kreditentwicklung

Die Bilanzsumme der Sparkasse stieg gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf mehr als 3,6 Milliarden Euro. Einer der Haupttreiber dafür ist der Zuwachs an Kundeneinlagen. Diese stiegen ungeachtet des momentanen Nullzinsniveaus um 185 Mio. Euro auf knapp über 3,2 Milliarden Euro überdurchschnittlich an. Das entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von 87 Prozent. Die Kundenkredite stiegen ebenfalls deutlich um 143 Mio. auf 949 Mio. Euro. „Diese Entwicklung bestätigt das große Vertrauen unserer Kunden in die Sparkasse und die hochwertige Arbeit unserer Berater“, betont Frank Hensel, Vorstandsmitglied der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien.

Die Sparkasse sagte im Berichtsjahr neue Darlehen in Höhe von 257 Mio. Euro zu. Das bedeutet einen Zuwachs von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im gewerblichen Bereich lag die Steigerung sogar bei 59 Prozent und im privaten Bereich bei 19 Prozent, der hauptsächlich auf Wohnungsbaukredite zurückzuführen ist. Der größte Teil der Darlehenszusagen entfiel wiederum auf Unternehmen und Selbständige mit 69 Prozent.

Bei den Förderkreditprogrammen für energieeffizientes Bauen  und Sanieren sowie Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur, zeigte sich die Sparkasse erneut als regionaler Marktführer. „Von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) wurden wir erneut als Premium-Partner Förderberatung ausgezeichnet. Auch dies zeigt die hohe Qualität unserer Arbeit“, so Frank Hensel.

Die Nachfrage an Kundenwertpapieren ist ungebrochen. Sie entwickelte sich mit einem Wachstum von vier Prozent wieder positiv. „Auf der Suche nach renditeträchtigen Alternativen, trotz niedrigen Zinsniveaus, greifen Kunden nach wie vor gern auf Wertpapiere als Anlageform zurück“, berichtet Frank Hensel. „Hinzu kommen auch neue Technologien der Vermögensverwaltung, wie z. B. Bevestor. Dabei handelt es sich um eine digitale Vermögensverwaltung, bei der die Kunden die Verwaltung selbst in die Hand nehmen. Gerade junge Kunden sind davon begeistert“, ergänzt Michael Bräuer.

Analog und digital Zukunft gestalten

Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien setzt weiter auf eine Kombination aus Digitalisierung und Filialen vor Ort. Mit neuen Angeboten und Vertriebswegen folgt sie dem Trend des veränderten Kundenverhaltens. Technische Neuerungen wie bequemere Bezahlalternativen und die stetige Erweiterung der Funktionen in der Online-Filiale oder der Sparkassen-App sind nur einige Beispiele dafür, um Banking mobil, von überall und zeitlich flexibel nutzbar zu machen.

Rund 10.000 Kunden werden bereits komplett online betreut und über 50 Prozent aller Girokonten online geführt. „Immer mehr Kunden treten mit uns digital in Kontakt und auch der Bedarf, Banking jederzeit von unterwegs aus zu nutzen, steigt“, fasst Michael Bräuer zusammen. „Die Ansprüche unserer Kunden an ihre Bank ändern sich. Sie möchten flexibel sein und alle Möglichkeiten für ihren individuellen Lebensstil nutzen – genau das bieten wir ihnen.“

Die persönliche Beratung behält weiter einen hohen Stellenwert. Durch die Investition in die umfassende Modernisierung sämtlicher Filialen, welche mit der Filiale Mücka bereits begonnen hat und bis 2025 kontinuierlich fortgeführt wird, bekennt sich die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien klar zur Präsenz vor Ort. Auch nach der Schließung von sechs Filialen am 30. Juni 2019 ist die Sparkasse weiterhin mit 31 Filialen, vier SB-Stellen und einer mobilen Filiale im gesamten Landkreis Görlitz vorzufinden. „In den umgestalteten Filialen erwartet die Kunden künftig eine Wohlfühlatmosphäre durch ein helles, freundliches Interieur, warme Farben und regionale Motive. Die Kunden werden aktiv in die Beratungen einbezogen, und an einem großen Begegnungstisch haben sie die Möglichkeit, sich auszutauschen, auch über Bankthemen hinaus. Insgesamt werden wir die Attraktivität des Filialbesuchs und der Beratung spürbar steigern“, verspricht Frank Hensel.

Mit dem im Sommer 2018 eingeführten sogenannten Tandemkonzept wurde eine Lösung gefunden, trotz des gestiegenen Kostendrucks im ländlichen Raum vor Ort zu bleiben. Immer zwei Filialen arbeiten in einem Team zusammen. Hat die eine Filiale geöffnet, ist die andere geschlossen und umgekehrt. Auch außerhalb der Öffnungszeiten können die Kunden individuelle Beratungstermine von Montag bis Freitag in der Zeit von 7:00 Uhr bis 20:00 Uhr, auf Wunsch auch samstags, vereinbaren. Der Tourenplan der Mobilen Filiale wurde ebenfalls erweitert.

Druck der regulatorischen Anforderungen

Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien befindet sich nach wie vor in einem herausfordernden Umfeld. „Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien steht wirtschaftlich auf einem soliden Fundament. Die Herausforderung massiver Regulierungsvorschriften und die damit verbundenen deutlich steigenden Eigenkapitalanforderungen der Aufsicht, wirken sich weiter aus“, erläutert Michael Bräuer.

 Für alle Menschen im Dreiländereck

 Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien machte sich im vergangen Jahr wieder für die Region stark. Sie förderte 388 Vereine und Institutionen sowie Initiativen und Projekte im Dreiländereck mit über 1 Mio. Euro. Auch die Stiftung der Sparkasse unterstützte weitere 34 Projekte und beteiligte sich an einem regionalen Projekt der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Außerdem zahlte die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien 15 Mio. Euro an Steuern.

 Zahlenspiegel der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien

  2018

(vorläufig)

2017

 

Veränderung

in %

Bilanzsumme 3.688 3.479 +6,0
Jahresüberschuss 4,1 4,4 -6,8
Kundeneinlagen 3.202 3.017 +6,1
Kundenwertpapiere 335,8 323,5 +3,8
Kreditneugeschäft 257,1 189,3 +35,8
Kreditbestand 949 806 +17,7
Beschäftigte inkl. Auszubildende 495 514 -3,7
Filialen 37+1 mobile Fil. 37+1 mobile Fil.
Geldautomaten 54 53
Angaben (außer Beschäftigte, Filialen und Geldautomaten) in Mio. Euro

Zittau, 11.04.2019

11. April 2019

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